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So geht's: Comics auf dem iPad

Comic-Reader-Apps und Add-in-Käufe für iPad und iPhone

Zwischendurch ein paar Minuten der Realität entfliehen, das geht mit einem Comic für das iPad. Stand heute finden sich im App Store erstklassige Comic-Reader, über die sich per In-App-Kauf hochkarätige Comicwerke verschlingen lassen.

Das iPad punktet bei Comics nicht nur, wenn kein Comic-Shop in der Nähe ist. Gegenüber der Druckform ergibt sich trotz des höheren Gewichts und des kleineren Formats durch Drehen und Zoomen ein neues, dynamisches Lesegefühl. Davon profitiert man beim Schmökern auf der Couch genauso wie unterwegs. Bei gut aufbereiteten Werken springen einen die Farben der Zeichnungen förmlich an. Man liest im Idealfall also nicht, man saugt die Abbildungen und Sprechblasen auf. Wie schön, dass dabei keine Seiten auseinanderfallen oder umknicken. Die gewohnte Zweiseitenpräsentation gibt es am iPad nicht, man vermisst sie jedoch nur anfangs.

Durch Antippen kann man die Breite automatisch ans Display anpassen oder in Panels blättern. Entsprechende Comic-Reader-Apps etwa von Verlagen wie Marvel und Comixology gibt’s im App Store gratis. Die Bildgeschichten bezieht man dann über In-App-Käufe. Andere Reader wie ComicZeal, iComic oder Comic Viewer kosten dagegen zwischen 0,79 und 3,99 Euro. Mit diesen Apps lassen sich dafür auch Comic- oder Manga-Publikationen betrachten, die man aus dem Internet etwa im CBR-Format geladen hat. Letzteres beherrschen auch die Cloudreader-App und der ComicBookLover for iPad, die kostenlos zu haben sind. Hier muss man jedoch auf ein ordentliches Bibliotheksmanagement verzichten.

Die jeweilige Software-Seite im App Store führt die derzeit gefragtesten Comics bei der gewählten App unter „Top In-App-Käufe“ auf. Insofern bezieht sich die Store-Bewertung zur App auf die betreffende Software und nicht auf die Comics. Herausgeberübergreifend arbeitet die Lese-App Comics+, über die sich ein durchaus respektables Portfolio englischsprachiger Bildgeschichten abrufen lässt. Der Hersteller der App will über 1.200 Comics verknüpft haben, darunter 80 kostenlose. Wer die Kataloge internationaler Comicverlage im Hinterkopf hat, erkennt, dass längst nicht jeder Comic in einer digitalen Version zur Verfügung steht. Doch das Angebot wächst rasant. Bei Neuerscheinungen sind iPad- und Papierversion inzwischen oft zeitgleich verfügbar. Für kostenpflichtige Storys zahlt man meist 1,59 Euro. Das ist günstiger als ein Einzelheft in Papierform. Bei Paperback-Sammelausgaben liegen die Digitalmit der Printversion in etwa gleichauf.

(Michael Rupp)

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