Ende der 1970er Jahre genügten zwei durchgezogene Linien und eine gestrichelte Linie, um eine Fahrbahn zu simulieren, über die der Spieler einen virtuellen Rennwagen steuerte, der vielleicht nur aus einigen Haken und geometrischen Figuren bestand. Dennoch vermochten sich die Spieler die schwarze Vektorgrafikwelt als eine futuristische Rennpiste vorzustellen. Nostalgiker jener frühen Rennspiele gehören zur Klientel dieser App, in der das Design so wirkt wie aus dem Jahre 1979 in die Gegenwart gebeamt. Das Fahrzeug steuert der Spieler über einen Touch-Stick links und zwei Touch-Stick rechts, der erste Stick ist die Lenkung, der zweite die Bremse, der dritte das Gaspedal. Damit lässt sich das Fahrzeug recht gut über die sieben gewundenen Pisten steuern, wobei sich die sechs verfügbaren Fahrzeuge jeweils geringfügig voneinander untesrcheiden im Hinblick auf Handhabung, Beschleunigung und Maximaltempo. Die Streckenbegrenzungen lassen sich gut erkennen, scharfe Kurven bestehen aus roten Linien. Zudem gibt es grüne Beschleunigungstore, die man jedes Mal passieren sollte, um am Ende als erster durchs Ziel zu brausen. Nach einer Viertelstunde haben Sie alle Kurse bewältigt, und dann fragen Sie sich, was Sie als nächstes tun können. Eine Antwort gibt der Entwickler nicht, die App ist ausgesprochen dürftig. Weder gibt es eine Meisterschaft noch einen Mehrspielermodus, man bestreitet also Einzelrennen und freut sich zunehmend weniger darüber, die nicht allzu taffen KI-Gegner auf die Ränge zwei bis sechs zu verweisen. Der mit OpenFeint verbandelte Zeit-Modus ist nur zeitweilig unterhaltsam, denn die Strecken sind nicht abwechslungsreich genug, um sie häufiger als drei oder vier Mal zu befahren und weiterhin Spaß dabei zu haben.
Bewertung der Redaktion:
Fazit:
Der fetzige Retro-Racer wäre ein lohnender Download, gäbe es wenigstens eine kleine Meisterschaft oder Turniere via Bluetooth.
Autor/Hersteller der Anwendung: Sweet-Soft
Rennspiel
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