Bei jedem Durchgang ergibt sich eine andere Biographie.
Der Spieler drückt abwechselnd auf die beiden Knöpfe.
Vergänglich: Maximal 30 Sekunden lang währt ein Leben.
Die Personendatenbank zeigt, wen Sie frei geschaltet haben.
Am Anfang spielt das Kleinkind mit Klötzchen, dann wird's zum Musterschüler, zum Studenten, zum Priester, zum Bischof, zum Künstler, zum Alkoholiker, zum Obdachlosen, zum alten Mann, zum Greis, zum verwesenden Leichnam. Diese Lebensgeschichte erlebt der Spieler in maximal 30 Sekunden, wobei er die jeweiligen biographischen Stadien in Form ikonographisch aussagekräftiger Pixel-Männchen sieht. Jeder Durchgang zeigt einen anderen Lebenslauf, in dem einige Hundert mögliche Berufe vorkommen, die der Spieler in der Datenbnk abrufen kann. Einfluss aufs Spielgeschehen nimmt er über zwei große grüne Touch-Knöpfe, auf die er abwechselnd tippt. Diese Tipperei symbolisiert die Arbeitsleistung. Umso schneller der Spieler tippt, desto eher erreicht der Pixel-Mensch einen prestigeträchtigen Job, kann dann allerdings jederzeit zum Apokalyptiker, Junkie oder Verbrecher mutieren. Langsames Tippen befördert tendenziell minder aufregende Berufe oder gar ein Gammler-Leben, wobei der genaue Verlauf nie vorhersehbar ist. Zwei Musikstücke sind enthalten, die sich mit ihrem penetranten 8-bit-Sound in des Spielers Ohren bohren. Trotz der extrem reduzierten Spielweise ist das Spiel ungemein reizvoll, wir haben im Test gewiss 40 bis 50 Durchgänge absolviert und haben uns über kuriose Berufe wie Verschwörungstheoretiker, Einsiedler, Serienkiller und Pizzabote gefreut. Besonders witzig sind die Spezialfiguren, etwa Ernest Hemingway, Rasputin und Ronald Reagan, die sich durch Combo-Tipper frei schalten lassen. Wir raten zum eifrigen Herumprobieren, das vermittelt eine ungeheure Lässigkeit im Angesicht der Tatsache, dass wir alle sterblich sind und eben nicht die Möglichkeit haben, nach jeweils 30 Sekunden ein neues Leben zu beginnen.
Bewertung der Redaktion:
Fazit:
Die 2-Daumen-Tipperei ist albern und sinnlos, doch wegen des Daumenkino-Wirkung und der unerwarteten Lebensläufe macht's selbst beim 30. Mal noch Spaß.
Autor/Hersteller der Anwendung: Bruce Hill
Simulation,Lebens-Simulation
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